Nino Haratischwili. Das Achte Leben. (Für Brilka) Der Duft vieler Seiten und der tiefe Genuss eines neuen Buches.

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Nino Haratischwili. Das achte Leben. Für Brilka. Verlagsanstalt Frankfurt am Main 2014. 1275 Seiten. 34 €

Gestern begann der Morgen zeitig. Irgendetwas hielt mich nicht in der Ruhe. Ich stand auf und sah, wie die Sonne langsam aufging. Ich liebe das. Stille und dann nur das leise Blättern der Seiten die ich las. Ab und zu fiel mein Blick auf ein neues Buch. Es ist da, dachte ich. Immer noch. Wie wunderbar. Der Genuss eines neuen Buches liegt schon in der Verpackung. Noch war es in einer Folie umschlossen, sowie von einer roten Schleife umwickelt. Ein Geschenk, welches mir viel bedeutet. Das Buch, welches allein in der Buchwelt bei Buchhändlern, Lesern ein Entzücken hervorruft. Viele schreiben darüber. Nino Haratischwili. Das Achte Leben (Für Bilka) war und ist nun da. Liegt auf meinem alten Schreibtisch. Ich streiche beim ersten Tee darüber. Wie von selbst fällt das Schleifenband und die Folie folgt nur Sekunden später. Alles ist gnadenlos schön. Dann war da dieser Duft. Ich öffnete es. Dieser nahezu makellose Einband ist, wie ein schöner aber kräftiger Walzer den ich sehr gern tanze. Die Druckfrische schien in jeder von 1275 Seiten zu sein. Ein zartes schnelles Durchblättern einiger Seiten folgte. Den Buchduft einatmen, der sich dann etwas mit dem Teeduft vermischte. Den anderen Duft von den Büchern in meinen Regalen mitstreifte und wieder bei mir ankam.
Wie beruhigend hörbar wirklich das schnelle Blättern der Seiten war. Ein stets bereicherndes Erlebnis. Jeder Sinn sprang bei mir an. Es war wie durch London mit meinem sehr alten Shakespeare Buch zu laufen. Wie Lavendelduft mit Jasmin. Wie der Duft von Winterwoodsseife. Wie meine Lieblingsoper zu hören. Nur insgesamt ist der Bücherduft und das Erlebnis eines neuen besonderen Buches doch einfach wahrlich nie passend genug in Worten verfassbar. Wie werde ich diesmal dann nur Haruki Murakamis Neuerscheinung erleben? Ich werde dann sicher mit tiefer Herzensfreude berichten. Nein mit Herzensliebe.

Ich begann nicht sofort mit dem Lesen. Erst gab es den zweiten Tee und damit las ich einige sehr schöne Rezensionen über dieses Buch oder die ersten Eindrücke. Ich werde daher nicht über den Inhalt schreiben, sondern nur mitteilen, dass dieses Buch selbst ungelesen schon für mich eine Spur hinterlässt. Es gibt Bücher, die erscheinen, dann kurz ruhend in meinen Händen liegen und dabei schon wie ein Gedicht sind. Ein Gedicht, das mich berührt auf eine schöne Weise, die erst später greifbarer und erklärbarer wird. Freude ist für mich genau solche Momente, in denen neuer, aber auch mal alter Buchduft durch meine Räume gleitet. Ich war und bin sehr gespannt, welche Spuren es noch hinterlassen wird. Sicher positiv gewaltige Spuren. „Das Achte Leben“
Wenn ich mit meinen Augen über die Seiten laufe, merke ich nun wie spürbar dieses Buch ist. Ich lass mich hineinziehen und garantiert wird es eine grandiose Literaturfahrt …

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