Ein Ganz Ohne Dich

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Ein Moment
Ganz kurz
Ohne laufende Uhr

Im Raum
Ganz leer
Ohne andere Anwesenheit

Im Herz
Ganz berührt
Ohne Platz dafür

In Gedanken
Ganz unterbrochen
Ohne eine Vorwarnung

Im Erschrecken
Ganz erkennen
Ohne Boden sehen

Im Haltlos
Ganz allein
Plötzlich zu fallen

In Erkenntnis
Ganz verstehen
Ohne zu reden

Im Schweigen
Ganz still
Ohne leise Töne

Im Lautsein
Ganz tief
Ohne zu hören

Im Stummsein
Ganz laut
Ohne Wissen was

In Tiefe
Ganz ist
Ohne zu fragen

In Geschwindigkeit
Ganz Du
Ohne fragen da

In Erinnerung
Ganz unvergessen
Ohne den Schmerztod

Im Gehen
Ganz paralysiert
Ohne dich loszulassen

Im letzten Atemzug
Ganz miteinander
Ohne ein zurück

In deinem Arm
Ganz still
Ohne eine Träne

Im danach
Ganz wissen
Ohne dich gehen

Im Gefühl
Ganz seelentot
Ohne ein Wollen

In roten Augen
Ganz zerbrechen
Ohne ein Schreien

Im Denken
Ganz ohne
Ohne dich wiederzusehen

Im Tastenklang
Ganz spüren
Ohne deine Klavierhände

Im Jetzt
Ganz in Tränen
Ohne zu unterdrücken

Im Moment
Ganz lang
Ohne zu stoppen

In Jahren
Ganz verstehen
Ohne dich leben

     ©Gedankenlabyrintherin. Berlin. 30.08.2014 gewidmet an Thomas. An den besten Freund, der vor Jahren ging und so unvergessen ist. Du fehlst jeden Tag ein Stück. So sehr wie die beste Seite in einem Buch, die plötzlich fehlt.

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3 Kommentare zu “Ein Ganz Ohne Dich

  1. Yvonne sagt:

    Liebe gedankenlabyrintherin,

    danke!
    Meine erste Liebe ging ohne wieder zukommen.
    Sie kommt nicht mehr wieder. Ich habe damals ein Stück auf der Gitarre komponiert. Einfach und klar. Heute erscheint sie mir in Träumen. es war ein langer Abschied…

    Danke für deine Worte, welche mir das Erinnern bringen.

    Herzlichst, Yvonne

    • Ja etwas zu schreiben oder in dem Fall zu kompinieren hilft. Ich schreibe gerade an einer Rezension über „Die Achse meiner Welt“ Es geht auch um Verlust. Die Bücher die mir oft in die Hände fallen.

  2. Yvonne sagt:

    Hm, Verlust, dramatisch, und doch habe ich durch die Menschen, die nicht mehr wiederkommen werden gelernt, dass das eines meiner größten Glücksmomente ist, mit mir im Flow zu sein. Das kann sich in einem flüchtigen Moment auf der Straße durch das Lächeln eines Menschen zeigen, der seinen Zauber preis gibt oder ähnliches. Seit ich Verlust, Schmerz und Entgültigkeit gefühlt habe, geniesse und koste ich um so sehr das Leben.

    Ich lese bzw. höre sehr viele und sehr gern Sachbücher. Mein letzter Roman war „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“.
    In diesem Buch, dass mich sehr gefesselt hat, ist es ebenso der Verlust und auch der Neuanfang in eines Begegnung der das Leben greifbar macht.

    ok, ich höre jetzt mal auf…
    …. herzlichst, Yvonne

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