Drei Tage. Drei Bücher. Drei wichtige Dinge. Drei Gedanken.

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Heute ist Sonntag. Mein letzter freier Tag. Ich brauche immer etwas um mich einzufinden in den Urlaub. Aber wie immer ist es so, dass ich jetzt gerade darin ankomme und nun sind die freien Tage vorüber.
Dabei würde ich gern ab und zu einige Seiten in Das Achte Leben von Nino Haratischwili lesen, dann die anderen Bücher so ganz ohne Zeitplanung.

Ich habe viel gelesen, viel geschrieben, war im Theater, schaute zwei gute Filme.

Ein wenig enttäuscht war ich beim Auslesen von Olga Grjasnowa. Die juristische Unschärfe einer Ehe. „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ ist für mich literarisch schöner. Wie in schon einigen anderen Rezensionen erwähnt, ist das „juristisch“ in diesem Fall mehr Schmuckwort als Inhalt. Es ist dennoch ein gutes Buch. Aber für mich eines der Bücher, die nicht absolut in meine Buchwelt eingeschlagen haben. 

Ich besuchte Buchläden und Antiquariate, die ich sehr schätze und hinterließ in jedem von ihnen ein stetig leerer werdendes Portemonnaie, aber dafür hatte ich ein volleres Lesevergnügen.
Ich fuhr Rad, traf meine engsten Freunde, erlebte und tanzte mit ihnen, teilte Worte, Gedanken, Gefühle und unsere Liebe zu Büchern mit ihnen.
Ich hörte gestern spät nebenbei das Konzert von Lang Lang welches übertragen wurde. Dabei stellte fest, wie schön es ist, dass sich die Uhren einmal anders drehen. Alles einmal ein wenig stoppt. Der Wecker nicht morgens zeitig klingelt. Das Lesen am Morgen nicht unterbrochen wird, da die Bahn geschafft werden muss oder Füße in Pedalen treten. Das Beste daran. Ich überarbeitete Texte von mir. Ich fing wieder an zu schreiben. An einer Kinderbuch Geschichte, schrieb Gedichte, reichte sie ein und schrieb Gedankenverläufe. Der Alltag unterbricht vielleicht manchmal wirklich ein wenig das Fließen der Worte, die eigentlich aufgeschrieben werden sollten.
Morgen hat mich der Alltag wieder. Ich freue mich darauf. Mit einem Buch in die Bahn zu stürzen. (Hier sei angemerkt, dass Nino Haratischwilis Buch sich dazu leider nicht eignet) oder bei guten Wetter mit dem Rad unterwegs zu sein. Abends dennoch etwas Kulturelles zu erleben.

Mir kam die Idee in den freien Tagen mal etwas anderes bei WordPress zu machen.
Verlust ist ein Thema von mir. Wie schon erwähnt begegnet mir dieses Thema gerade häufig in Büchern. Häufiger als sonst. Ich las in den Tagen drei Bücher (zwei sind noch nicht ganz ausgelesen) über Verlust, das Verabschieden, das wieder Aufstehen, den Mut weiterzumachen, das Schöne im Leben. Daher dachte ich mir an drei Tagen in der nächsten Woche drei Bücher vorzustellen. Ihre Reihenfolge hat einen bestimmten Sinn. Ich werde dazu etwas Persönliches schreiben. Dann Gedanken zu dem Buch und die Gedanken selbst, die ich beim Lesen hatte. Jedes Buch ist sich im Thema ähnlich und doch ist jedes anders. Ich werde alle irgendwie verbinden und mal schauen, was am Ende geschrieben steht. Denn dies weiß selbst ich nicht. Ich werde dazu mein Gedicht „Schienenbruch“ veröffentlichen, weil es dazu einfach passt. Es wird Zeilen geben, die etwas traurig sind und doch in sich immer weiter gehen. Sie werden nie in Schwarzmalerei aufgehen. In manchen Dingen gibt es hoffentlich etwas zum Schmunzeln und in anderen Zeilen etwas zum Nachdenken.

Drei Tage, Drei Bücher, Drei Gegenstände. Drei Gedanken.

Tag 1. Nachwort: Carlotta Franck. Blau ist eine warme Farbe. Ein Luftballon der erst nicht fliegen wollte und das Weitergehen in kleinen Schritten.

Tag 2: Dani Atkins: Die Achse meiner Welt. Ein Fahrrad namens Murakami. Die Frage: Wenn wir die Möglichkeit alles noch einmal zu tun würden wir es tun? Und etwas was wir nie vergessen.

Tag 3: Sergio Barbaren. Die Weisheit deines Herzens. Ein Stück Papier und ein Versprochen ist Versprochen.

Allen einen guten Wochenstart.
 

Carlotta Franck. Blau ist die Farbe der Liebe. Knaur Verlag. August 2014. 8.99 €

Dani Atkins. Die Achse meiner Welt. Knaur Verlag. 1.August 2014. 320 S. 9.99 €

Sergio Barbaren. Die Weisheit deines Herzens. Ein Buch für Suchende. Pendo Verlag. 3. Auflage. 31. März 2014. 12.99 €

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3 Kommentare zu “Drei Tage. Drei Bücher. Drei wichtige Dinge. Drei Gedanken.

  1. Yvonne sagt:

    Hallo Gedankenlabyrintherin,

    vielen Dank für deine Zeilen und das du dich mitteilst. Ich habe deinen Blog gelesen, in einer U Bahn, in einer mir fremden Stadt, unter fremden Menschen. Es ist eine interessante Erfahrung für mich und ich wundere mich über mich selbst. Deine Worte holen mich meist in eine für mich lange zurückliegende Zeit, als Bücher alles für mich bedeutet haben. Es waren und sind gesammelte Erfahrung, eine einseitige Dialogführung, die mich in eine bessere Welt geführt hat. Heute lese ich meist Sachbücher, die mich ebenso begeistern und nicht so tief gehen. Das Tiefe, dass mir manchmal die Klarheit raubt bzw. raubte.
    In den letzten Tage denke ich oft an das Buch: „Die Germanistin“ von P. Duncker. Als ich es vor Jahren gelesen habe, war ich gefesselt, ich war in einem Bann. (…) Aus dem Inhalt…
    Daneben beginnt er eine Liebesbeziehung zu einer ungewöhnlichen jungen Frau, die ihn vom ersten Moment an in eine andere, leidenschaftliche Welt verstrickt, in der Lesen und Begehren eins sind. (…)
    Ich werde es wohl nochmal lesen, ein Buch, das immer noch ein Platz in meinem Bücherschrank hat.
    Ich wünsche dir auch einen guten Start in die Woche.
    Herzlichst Yvonne

    • Ich bin seit ich Romane lesen und verstehen kann eine Liebhaberin dieser. Ich liebe Romane und damit auch die Belletristik. Entschuldigung, aber eine bessere Welt ist sicher nicht, nicht in die Tiefe zu gehen finde ich. Die Oberflächlichkeit, die Tiefe nicht sehen nimmt Klarheit und damit auch immer viel Wahrheit. Klarheit ist in die Tiefe gehen. Nicht sie xu vermeiden. Ich benötige keine Dinge die mich ja nicht mal packen oder mich nicht berühren. Dann könnte ich nicht schreiben und ich liebe Menschen die mit viel Gedankentiefe durch das Leben zu gehen. Für die, die Liebe zu Büchern/Romanen etwas Besonderes und Dauerhaftes ist. Sachbücher sind etwas womit ich mein Wissen über irgendetwas erweitere. Mehr nicht. Mal eintauchen oder abtauchen ist wunderbar und so manches Mal klopft wirklich etwas Tiefes an. Etwas Berührendes, aber dies ist ja das Gute. So sehen wir auch manchmal hin wo wir vielleicht blind wären.

  2. Yvonne sagt:

    Guten Morgen!

    Danke für deine Zeilen.
    Hm, zur Richtigstellung, ich habe geschrieben, das Bücher mich in eine bessere Welt geführt haben.
    Was bedeutet Tiefe? In meinem Fall bedeutet es das Verlassen nicht guter Strukturen, diese durchdrungen zu haben und sie hinter mir zu lassen. Ich habe die Wahl, wie und ob ich eintauche. Ich habe am Wochenende zwei Bücher gelesen, die sich mit Sprache beschäftigen.
    Diese Form der Erkenntnisse hat mich bereichert, ich möchte sagen, genauso wie ein gutes Buch, dass mich in meinen emotionalen Gefilden erfasst.
    Herzlichst Yvonne

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