Der deutsche Buchpreis 2014. Lutz Seiler. Kruso.

Der deutsche Buchpreis 2014 geht an Kruso von Lutz Seiler.

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Eine wundervolle und sehr lesenswerte Rezension über das Buch gibt es hier bei Masuko 13. Lutz Seiler. Kruso.

Nun, ich fiebere immer bei den meisten Buchpreisen sehr mit. So auch diesmal. Es ist immer die Frage, ob ich selbst das Buch mag. Stehe ich nach der Auszeichnung dahinter und vieles mehr.

Ich bin ehrlich etwas enttäuscht. Das Buch ist gut, aber es gibt auch viele Wiederholungen. Eine gute Geschichte, für mich, aber doch ab und zu überladen mit Details, die sich auch wiederholen oder die Tiefsinnigkeit ist mir zu blass.

Hiddensee war damals ein Ort für anders Denkende, aber auch für DDR-Flüchtlinge. Es erinnert mich an Robinson Crusoe. Aber allein diese Tatsache überzeugt mich nicht vollständig von dem Roman.

Dann gelegentlich ein Gedanke, dass mir etwas fehlt. Etwas, das ich mehr bei Angelika Klüssendorf und April fand, aber auch bei Pfaueninsel von Thomas Hettche.

Es ist eben genau diese Tiefe und irgendwie die Sprache, die mich dort mehr fesselte. Eine Sprache, die mehr Spuren und Lesefreude hinterließ. Bei April war ich absolut in dem Roman vertieft. Dieses Buch war mein absoluter Favorit des deutschen Buchpreises. Aber dies ist nur eine persönliche Meinung und Kruso war dennoch gut lesenswert.

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2 Kommentare zu “Der deutsche Buchpreis 2014. Lutz Seiler. Kruso.

  1. Cornelia Ined sagt:

    Hallo,

    ich hab jetzt das Buch gelesen. es war außerordentlich interessant und spannend.

    Aber…..da waren solche vielleicht nicht sehr großen (für mich schon groß) Fehler drin. Wieso schreibt ein Mensch über einen Russen, wenn er null Ahnung davon hat? Wieso nennt er ihn Aljoscha, wenn er Alexander heißt? Aljoscha kommt von Alexej und die Verkleinerungsform von Alexander ist Sascha oder Schura. Und niemals würde sich ein Russe Losch nennen lassen – denn das ist im Russischen die Lüge, die Unwahrheit. Oder soll das eine Parodie sein?

    Die Sprache bzw. der Akzent, den Kruso spricht, hat absolulut nichts mit schwäbisch zu tun – ganz weit entfernt – es ist eher ostpreussisch. Es gibt eine ganze Menge, die so sprechen.

    Dann das Mischkakonfekt mit den drei kleinen Bären drauf ist ganz und gar nicht blau weiß – das wäre das mit dem Eisbären drauf. das mit den drei kleinen und ihrer Mama ist ein Kunstwerk von Schischkin und grün und braun.

    So, und da diese vielen komischen Dinge da drin sind, zieht man oder ich natürlich alles Übrige auch in Zweifel. Hat er sich das alles ausgedacht, so wie Aljoscha?

    Ich war zu DDR – Zeiten nicht auf Hiddensee – es war eher die Insel für die Privilegierten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die vielen Künstler, Politiker und was weiß ich so wenig von ihrem Urlaubsort mit gekriegt haben, dass sie keinerlei Kontakt zum Personal gehabt hätten – das war eigentlich zu DDR – Zeiten so nicht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass alles so unsagbar ekelhaft dreckig gewesen sein soll. Ich war auch in FDGB – Ferienheimen und Betriebsferienheimen – aber so war das nicht.

    Was die Bewachung betrifft, will ich nicht widersprechen – sowas habe zumindest ich nie mitgekriegt. Dazu ging es mir zu gut, war ich zu unaufmerksam, wenig wachsam.

    Ich habe auch einiges nicht verstanden, z.B. wieso und wodurch Kruso sterben musste und wieso es sein engster Freund erst 4 Jahre später erfährt.

    Nee, vieles etwas seltsam. Auch was das ständig mit dem Abfluss sollte – keine Ahnung – symbolisch? Für den ganzen Abschaum? Nun, ich weiß nicht….

    Also, ich mag solches Halbwissen nicht. Wenn einer über etwas nicht richtig Bescheid weiß, soll er doch still sein. Oder dazu sagen, ich hab mir das eben so ausgedacht, es sind nur meine Gedanken zu dem Thema.

    Also, ich bin hin- und hergerissen, mal fand ich es echt gut und interessant, mal ziemlich blöd. Ein bisschen überwiegt die Verärgerung.

    Ich grüße alle ganz herzlich

    Cornelia

    • Ach, wie wunderbar. Ich achte auch immer auf Details, aber vielen scheint so etwas oder andere Dinge nicht aufgefallen zu sein. Ich mochte allein die Wiederholungen nicht. Was war denn dein Favorit für den Buchpreis?

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