Norbert Kron. Ein Zuhause in der Fremde. Was wir in Deutschland von der besten Schule für Einwandererer lernen können.

Ich glaube nicht, dass Diskriminierung und Ausgrenzung die richtige Antwort sind. Denn wenn man das Licht ausmacht, sind alle schwarz. Johnson Blay S.218

Norbert Kron schrieb mit „Ein Zuhause in der Fremde“ ein Buch, dass von der Bialik-Rogozin-Schule in Tel Aviv und der Unesco-Schule in Essen handelt. Beide sind Partnerschulen und besuchten sich gegenseitig. Als die Unesco Schule in Tel Aviv ist, gibt es ein buntes Treiben und bemalte Gesichter. Aber schnell ist beiden Schulen bzw. den Schülern klar, dass sie gar nicht unterschiedlich sind. Sie freunden sich an. Alle haben ein ähnliches Schicksal. All das verbindet, schweißt zusammen. Alle sind wie Geschwister.

Norbert Kron reiste nicht nur einfach mit. Er ist mittendrin und schon zu Beginn des Buches hinterfragt er. Bedeutet Integration Assimilation? Müssen Einwanderer die Indentität des Landes annehmen oder zeichnet sich eine offene Gesellschaft gerade durch ihr multikulturelles Klima aus? Genau, das packt mich. Norbert Kron schreibt nicht einfach etwas nieder. Er ist eines der recht wenigen Autoren, die genau hinterfragen, hinsehen, nachdenken. Etwas, das ich sehr schätze, da die Oberflächlichkeit vielen Menschen leider meist mehr liegt.

Ein Gedankensprung. Ich bin in der Fremde oft mehr Zuhause als in Berlin. Aber ich genieße Urlaub, arbeite etwas, schaue mir das wahre Leben der Länder an. Nie musste ich fliehen. Das Buch begleitete mich in Deutschland, in England , Östereich und Frankreich. Nun liegt es vor mir. Ich las es mehrmals. Über Paris dämmert es gerade. Ich schaue über die Stadt, die so vielfältig ist. Viele Menschen und unterschiedliche Nationen. Die Besitzer meines Lieblingscafé`s kommen aus Israel. Sie verloren Menschen bei dem Anschlag am 13. November 2015. Die Nachbarn kommen aus Afrika. Schräg gegenüber lebt ein Professor aus Italien, der jeden Tag zur gleichen Zeit mit seinem Hund aus dem Fenster sieht und Zeitung liest. Es ist so herrlich bunt. Genau das gibt mir Heimat. All diese Menschen haben eine Geschichte. Wir alle haben das. Nur oft hören wir uns andere Geschichten nicht an. Wir schauen auf die Welt, reisen selbstverständlich in ferne Länder. Das Wort Flucht und Integration lesen wir meistens nur. Aber deren genaue Bedeutung haben wir am eigenen Leib nicht erfahren. Es geht nur durch Geschichten. Wie schaffen wir ein Zuhause für Menschen, die fliehen mussten? Oft stelle ich mir die Frage. Wenn ich weiterdenke, denke ich, dass wir uns alle diese Fragen stellen und uns Geschichten erzählen lassen sollten.

Norbert Kron hat sich viele Geschichten erzählen lassen und sie festgehalten. Da ist zuerst die von Eli Nechama, der Schauspieler war und nun Schulleiter der Bialik-Rogozin-Schule in Tel Aviv ist. Er tut dies voller Leidenschaft und ganzem Herzen. Als Schulleiter ist er beliebt. Vor dem Beginn des Unterrichts wird er umarmt, zahlreich schüttelt man ihm die Hände. Alle lachen. Etwas, das in Deutschland nicht geschieht. Der Schulleiter ist meist in seinem Büro hinter einer Tür, die nur ungern geöffnet wird.

Berhe Gonetse geht auf die Schule, die weltweit ein Vorbild für Integration ist. Er hat eine Entführung erlebt. Norbert Kron spricht auch über die Schattenseiten. Schonungslos wird über die brachiale Gewalt beim Menschenhandel gesprochen oder über Traumata der Kinder. Aussprechen anstatt zu verschleiern. Die Wahrheit ist jedem zumutbar.

Johnson Blay ist auch ein Schüler so einer besonderen Schule. Er hat seine Familie schon vor Ewigkeiten verloren. Er weiß nicht, wo er sich so richtig Zuhause fühlen soll. Einen Pass hat er nicht. Aber er erinnert sich noch an die Schreie der Mutter als sie getötet wurde. Er ist 3 Jahre als er mit seinen älteren Brüdern Richtung Ghana flieht. Er wird während der Reisen zu einem Redner, der berührt.

Michelle Combi steht kurz vor ihrem Abitur. Sie hatte Angst um ihren Vater, der verhaftet wurde. Die Eltern, sind geschieden. Heute ist ihr davon nichts mehr anzumerken.

Es gibt noch weitere Geschichten und jede zeigt, dass Menschlichkeit zu Zufriedenheit oder etwas Glück führen kann.

In der Bialik-Rogozin-Schule ist alles anders. Die Lehrer7innen werden zu Freunden und haben Spaß an der Arbeit, setzen sich ein. Die Hauptfächer werden zur Nebensache . Kunst, Musik, das Reden, das gemeinsame Lachen, schaffen mehr Verbundenheit. Mehr Verbundenheit in der es egal ist, welche Hautfarbe oder Nationalität jemand hat. Ein Schule kann eben mehr sein als nur stupider Unterricht.

Noch ein Gedankensprung. Zeit ist vergangen und endlich bin ich einmal in Tel Aviv. Ich spüre, wie in dem Buch Herzlichkeit. Herzlichkeit und man fühlt sich so willkommen. Etwas das in Berlin, Deutschland oft fehlt. Ein schönes Land. Mir kommt es hier offener und freier vor als in Berlin. Mich wundert es nicht, dass die beste Schule für Integration in Tel Aviv ist. Mein Apartment ist mit Blick auf das Meer. Wenn ich runter gehe, sind es nur wenige Meter zum Strand. Uns/mir fehlt es an nichts. Für mich nicht selbstverständlich. Denn ich weiß, dass die Welt auch hier in Israel Schatten hat. Auch diese Reise ist nicht nur dazu da, um zu tanzen, tauchen zu gehen, Urlaub zu machen. Ich will auch durch das Buch alles sehen. Nicht nur die heile Welt. Die heile Welt- Schon gegen Morgen sammeln sich Champagnerschlürfer am Strand vor dem Hotel auf den Sitzgelegenheiten. Sie trinken, obwohl es widerlich schmeckt. Die Champagnerschlürfer lassen den Champagner die Kehle runter laufen ohne vor Scham zu erbrechen. Sie bewegen sich nicht viel raus. Die Wahrheit wollen sie nicht sehen. Eine Flasche Champagner bzw. das Geld dafür würde ein armes Kind und seine Familie länger helfen. Für mich ist das in Wolken leben, obwohl der Boden da ist. Leben und Tel Aviv ist viel mehr als das.

Reichtum muss man nicht zeigen, sondern damit Gutes tun. Eines meiner Grundsätze. Tel Aviv ist wundervoll. Aber es gibt wie überall Schattenseiten. In Tel Aviv-Jaffa leben Menschen auf der Straße. Auch in dem Buch „Ein Zuhause in der Fremde von Norbert Kron wird dies geschildert. Die Armut ist wesentlich höher als in Deutschland. Diese Menschen leben am Rand. Jeder Fünfte ist arm. Viele Menschen liegen irgendwo, betteln. Schon in Flüchtlingsheimen in Berlin sieht man das Leid der Menschen. Flüchtlinge haben es in Israel sehr schwer und leben meist noch viel unwürdiger als hier. Umso wichtiger ist eine Schule wie die von Eli Nechama, die alle gleich und menschenwürdig und achtsam behandelt. Die Anzahl der Kinder, die in Israel Not erleiden, liegt bei 32 Prozent. Israel gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Kinder haben wenig und ihre Blicke sind traurig, obwohl sie lachen. Ich sehe in Israel Kinder, die nichts haben. Sie tragen Fetzen. Man kann manche Behausungen nicht einmal als Hütte bezeichnen. Manche Gebäude sind zwar Häuser, aber sie sind zerfallen. Kinder spielen mit einer alten Dose Fussball. Der Sand ist trocken und manche Lippen, sind aufgesprungen. Hier genau hier ist das echte Leben. Sie lachen trotzdem und sind fröhlich. Für sie ist die Armut selbstverständlich, sie sind mit wenig zufrieden, während für andere Menschen (nicht alle) das Leben in Reichtum selbstverständlich ist und sie nie genug bekommen. Absolut konträr. 

Ich stelle mir die Frage, ob diese spielenden Kinder jemals zur Schule gehen und bin daher noch mehr erleichtert, dass es Menschen, wie Eli Nechama gibt, die diesen Kindern etwas geben, was jeder benötigt. Die Schule wird ein Zuhause und schafft Sicherheit. Sicherheit, die sie draußen, in Armut mit einem wackelnden Dach nicht haben. Die Schule ist ein Ausgleich, wird zu einer Familie, die gewiss zahlreiche Kinder und Erwachsene durchatmen lässt. 1300 Schüler besuchen die Bialik-Rogozin-Schule. Um 7.30 Uhr wird sie geöffnet und bis 19.30 Uhr dürfen die Kinder bleiben, erhalten etwas zu essen. Eli Nechama und die Lehrer/innen der Schule, sind Held/innen. Ich habe das Glück Eli Nechama bei einer Veranstaltung zu sehen. Er erzählt und erzählt und irgendwie möchte man nicht, dass er aufhört. Er ist ein Geschichtenerzähler mit einem Herzen, das randvoll mit Wärme ist. Es ist so wundervoll einmal den Autor mit seinem Protagonisten zu sehen. Norbert Kron und Eli Nechama auch hier

Ich bin jede Nacht so erschöpft, dass ich in Ruhestand gehen will, und verliebe mich jeden Morgen von Neuem in die Schule. S.41

Es geht darum >>aufgeschlossen zu sein und sich anständig zu verhalten. Mit einem Wort: Es geht darum, ein Mensch zu sein. Das ist ein Wort, das wir zuhause immer gehört haben: Sei ein Mensch! Es spielt keine Rolle, was Du bist oder tust : Hab Würde und Respekt! Sei höflich und denk nicht immer an dich selbst, Te hié ben´adam: Sei ein Mensch. Eli Nechama S.44

Trotz diverser Schicksale gibt dieses Buch Hoffnung, schafft Beruhigung, weil es Möglichkeiten gibt Menschen glücklich zu machen. Nicht nur auf den vielen Bildern in dem Buch, sondern auch durch die Zeilen, ist es als würde man Kinderlachen hören. Norbert Kron schrieb nicht nur die Ereignisse und Geschichten vieler auf. Was jede Seite noch zusätzlich besonders macht, ist das er mit einer unglaublichen Leidenschaft, Empathie, Wortkraft, Verständnis, aber auch Schonlosigkeit schreibt. Nichts ist beim Schreiben wertvoller als jene 5 Sachen.

Das Buch und die Bialik-Rogozin-Schule schaffen Hoffnung, das Vorurteile gegenüber Flüchtlinge beseitigt werden können und Integration möglich ist. Es bringt zum Nachdenken, kurz Anhalten und hoffentlich zum Umdenken vieler Menschen, die mit Hass, Worte über ihre Lippen laufen lassen. Möge das Buch sehr erfolgreich sein und durch unzählige Hände und lesendes Augen gehen und mehr Bewusstsein schaffen, das eine gemeinsame, bunte Welt gar nicht schwer ist. Wir müssen mit Herzlichkeit handeln, hinsehen, uns nur gegenseitig nur annehmen, tanzen, Musik machen, reden, gemeinsam spielen und ganz wichtig-Wir müssen gemeinsam lachen.

Das Buch „Ein Zuhause in der Fremde“ ist nicht nur ein Buch, das Geschichten von zwei Schulen und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erzählt, die fliehen mussten, helfen zu integrieren oder ein Zuhause für andere schaffen. Es ist auch ein Buch, dass durch die Geschichten, Ideen und das Hinterfragen von Norbert Kron eine gute Auseinandersetzung mit der Thematik Integration an Schulen und was möglich ist oder auch woanders fehlt, liefert. Dies tut er ohne anzuklagen und genau das schafft Offenheit für das Buch, denke ich. Gerade auch für Lehrer/innen. Das Buch gibt Antworten und ist vor allem eines der besten und aktuellsten Beispiele dafür, das Integration machbar ist und eben keine Assimilation bedeutet. Es kann etwas ändern und lehren. Alles ist möglich, wenn wir es mit Leidenschaft, ganzem Herzen und einem Lachen tun. Multikulturell leben, sollte längst alltäglich sein.

Am Ende des Buches gibt es 12 Thesen, die zusammenfassen, was sich an deutschen Schulen ändern muss. Eigentlich sollten sind sie logisch und sollten selbstverständlich sein. Aber leider ist dies nicht so. damit sind die Thesen so passend, so nötig und ja, sie alle sind umsetzbar. Ich finde, sie sind keine Illusion oder eine fixe Idee, sondern Antworten auf all die Fragen guter Integrationen und sollten längst zum Lehrplan in Deutschland und der Welt gehören.

Für mich persönlich ist dieses Buch pures Herzlachen mit gelegentlichen Freudensprüngen. Ich bin mit jeder Zeile mitgereist und spürte die Freude, die Warmherzigkeit, die Nachdenklichkeit. Norbert Kron schaffte ein Buch voller Menschlichkeit, Hoffnung, Verbundenheit und Möglichkeiten eines gemeinsamen Lebens, das bunt und fröhlich ist. Möge es viel bewegen. Aber am meisten spürte ich beim Lesen des Buches „Ein Zuhause in der Fremde“, dass es keine Unterschiede gibt. Wir alle können gemeinsam lachen, weinen, gemeinsam tanzen. Die Fremde kann wirklich ein Zuhause werden oder sein. Es muss dennoch viel geschehen. Aber wir müssen auch wissen: Nur wir selbst schaffen Unterschiede in einer Welt, die schon immer gemeinsam funktionierte und schon immer bunt war.

Die 12 Thesen:

1. Eine Schule für Einwandererkinder muss mehr als eine Schule sein: ein echtes Zuhause in der Fremde.

2. Jedes Kind besitzt eine individuelle Exzellenz, deren Förderung genauso wichtig ist wie der Schulabschluss.

3. Kulturelle und musische Unterrichtselemente wie Tanz, Show, Musik – aber auch Sport – helfen bei der Integration mehr als klassischer Unterricht.

4. Die Schule muss den Kindern klare Regeln vermitteln, die die Grundwerte und Verhaltensstandards der deutschen Gesellschaft widerspiegeln.

5. Alle Schüler müssen in fortgeschrittenem Alter eine Holocaust-Gedenkstätte besuchen.

6. Die Lehrer müssen Einwandererkindern eine stärkere emotionale Identifikation mit Deutschland ermöglichen.

7. Auch die Eltern sollen an den Schulen Sprach- und Wertebildungsangebote erhalten.

8. Die Lehrer sollen den Kindern die kulturellen Wurzeln ihrer Herkunftsländer vermitteln und selbst Grundkenntnisse ihrer Sprachen erwerben.

9. Ehrenamtliche Helfer und private Geldgeber müssen viel stärker in die Arbeit der Schulen mit einbezogen werden.

10. Die Heterogenität der Schülerklientel, die von Seiten der Politik garantiert werden muss, ist das A und O für Integrationsarbeit.

11. Schulen sollen sich mit den Leistungen ihrer Einwandererkinder viel selbstbewusster in der Öffentlichkeit zeigen.

12. Hinter allem steht das Prinzip: „Sei ein Mensch. Ein Mensch zu sein ist wichtiger als Mathematik.“ (Eli Nechama)

 

Norbert Kron | Ein Zuhause in der Fremde | Was wir in Deutschland von der besten Schule für Einwanderer lernen können | Gütersloher Verlagshaus | 27.03.2017 | ISBN: 978-3-579-08673-6 | 19.99 €

Norbert Kron. Paare, Paarungen

Dass ich einmal ein Hörbuch mit Überzeugung empfehlen würde, hätte ich bis vor Kurzem nicht gedacht.
Hörbücher sind für mich etwas schwierig. Es fehlt der Duft des gerade erst neu geöffneten Buches, das Rascheln der Seiten und wie die Finger gelegentlich die Ecken umspielen und den Buchrand streicheln. Hinzu kommt, dass es weniger still ist. Nebenbei Klavierklänge, andere Klassik hören, ist zu viel an Ton. Ich meide es also. Aber nun kam es einmal anders.

Norbert Kron schätze ich sehr. Und genau er brachte nun ein Hörbuch heraus, keine gedruckte Variante dazu. Seine Bücher fallen auf. Stets sind die Zeilen nahezu perfekt formuliert, nie oberflächlich, gekonnt erotisch und immer mit einer guten Portion fundiertem Wissen. Denn nichts ist schlimmer als dahin geworfene Sätze, nie in die Tiefe zu gehen, wenn doch der Grund viel mehr Schätze verbirgt, und nichts ist schlimmer als Beschreibungen und Aussagen, die sich genau betrachtet in Unwissen auflösen.

Das Cover des Hörbuches gefiel mir nicht. Dazu später etwas mehr. Aber es siegte natürlich wegen des Autors die Neugier. Ich lud das Hörbuch und stellte mir während der wenigen Sekunden vor, wie ich im Lesesessel sitze und ein neues Buch lese. Meine Freude, wieder Zeilen von Norbert Kron zu hören, war groß, aber seine neuen Zeilen zu lesen, wäre in Luftsprünge ausgegangen.

„Sag nicht, schöne Frau, du hättest immer nur deinen Mann begehrt – und du, starker Mann, willst du behaupten, du hättest dich nie nach anderen Frauen umgesehen?“

Mit dieser Frage beginnt das Hörbuch und öffnet gleich viele Türen und zahlreiche Gedanken. Fragen und Gedankenanregungen folgen. Ich dachte viel beim Hören nach und erkannte mich oft darin. Die passenden Sätze zur offenen Lebensweise.

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Das Hörbuch ist in Kapitel geteilt. Kapitel, die es in sich haben. Automatisch fliegen die Gedanken, kreisen, fallen mal zu Boden oder werden anregt, stärker, und manche Gedanken werden frei. Norbert Krons Zeilen bewegen etwas. Plötzlich wird die zwischenmenschliche Verbindung betrachtet, wie viel Freiheit ist nötig, wer benötigt mehr Raum, und gibt es Rollenmuster in der Verbindung und beim Sex? Ist Fremdgehen nötig oder doch nur die Freiheit dazu?

Die eine Geschichte „Ein Seitensprung auf Sylt“ prickelt und zeigt doch die Unsicherheit beim Fremdgehen. Es ist heimlich. Die Lust da und doch etwas hemmt. Fremdgehen ist die Flucht aus dem goldenen Käfig, die Lösung, weil Worte und Ehrlichkeit und Sex im Zusammensein nicht mehr so funktionieren. Der bittere Beigeschmack liegt gleich mit der Affaire mit im Bett. So ist es bei „Ein Seitensprung auf Sylt“.
Es geht um Niels und Kristin, die nach Sylt gefahren sind, um eine schöne, lustvolle Zeit zu haben. Doch es ist schon am Anfang etwas kompliziert. Sie gehen raus und sehen ein Brautpaar. Fast schon ein Omen, wie es auch Kristin denkt. Doch sie werden später Zeugen, wie diese Hochzeit einen verzweifelten Bräutigam auf einer Treppe sitzend und eine schwerverletzte Frau am Ende zurücklässt. Dies ändert etwas.

Nicht immer funktioniert das Abschalten oder endlose Lust. Manchmal sagt das Schicksal auch etwas anderes, wenn auch Trauriges, und es wird klarer, dass eben jener Betrug nicht nötig ist und der Weg nach Hause wieder Glück hervorrufen kann. Die Geschichte ist beeindruckend und erinnerte mich an ein Buch von Norbert Kron und an einen Film. Jeder Augenblick kann eine Spur haben, die etwas in uns und damit auch unser Umfeld ändert.

Danach folgt wieder ein Kapitel mit schon fast weisen Worten, und die Gedanken, selbst der Verstand pulsieren.

Aber was ist, wenn es mehr Freiheit gibt?

Es wäre gewiss leichter. Das liebe ich an Norbert Krons Büchern. Sie sind frei, offen und nicht stereotypisch. Die Protagonistinnen und Protagonisten leben nicht nach der gesellschaftlichen Normbeziehung. Mit mehr Freiheit gibt es das Wort Fremdgehen nicht mehr. Vielleicht regt ein offener Seitensprung auch das Liebesleben wieder an. Menschen legen sich zu oft freiwillig in eheähnlichen Ketten. Das kann sehr viel nehmen, und es ist auch wichtig, sich sexuell auszuleben, sich Wünsche zu erfüllen und sie nicht immer nur in Träumen oder heimlich bei der Selbstbefriedigung oder noch schlimmer beim Akt in der Vorstellung, im Kopfkino ablaufen zu lassen, sind meine Gedanken.

Die Kapitel des Hörbuches können also auch dazu führen, dass andere sich mehr öffnen. Ein schöne Vorstellung.

Etwas später folgt „Das Rollenspiel oder eine erotische Nacht in Cannes“ Schon der Beginn ließ mich leichter atmen. Es war irgendwie anziehend. Ich lauschte so gespannt weiter, wurde schon positiv unruhig. Eine kleine Hörsucht überfiel mich. Es geht um einen Mann, der Schauspieler ist, eine Affaire mit einer Frau hat, die aber nicht seinen Vorstellungen entspricht. Dann sieht er bei einer Begehung eines besonderen Lofts eine Frau wieder, die er schon einmal sah und aus der Vergangenheit kennt. Damals lief vieles schief, und er hakte es mit dem Gedanken ab, bei ihr versagt zu haben, sie nicht befriedigt zu haben. Doch diese Frau lädt ihn ein, und er wird überrascht. Denn guter Sex existiert, wenn Phantasien ausgelebt werden. Phantasien, die über Stellungswechsel und der Lust an unterschiedlichen Orten hinaus gehen. Es kann daran sein, die Rolle aus dem Alltag abzugeben und ein Spiel zu beginnen, das einen dominanteren Part erfordert. Für manche ist dies ein Tabuthema. Aber Lust und Befriedung sind bei jedem unterschiedlich. Unterwerfung hat unfreiwillig etwas sehr Schlimmes. Freiwillig, gerade beim Sex kann es genau alles abrunden und die Lust und damit auch den Orgasmus steigern oder nur dadurch erst möglich sein die pure Erregung zu empfinden. Es gibt zu wenig gelungene Geschichten darüber. Norbert Kron schaffte es aber auch dies einzubringen.

Diese Geschichte ist definitiv das Beste, was ich an Erotik je gehört oder gelesen habe. Eine Lieblingsgeschichte. Manchen wird sie vielleicht nicht gefallen, aber jeder hat andere Vorlieben und die sollten akzeptiert und nicht negativ kritisiert werden. Außerdem kann es für einige, die dies nicht kennen, ja auch eine Anregung für Neues beim Sex sein.

Gut erotisch schreiben zu können, ist auch ein besonderes Handwerk in der Literatur. Viele schreiben abgedroschen, billig, zu pornografisch. Oft gehen Ausdruck und ausfüllende, bildhafte Beschreibungen verloren. Der Raum für die eigene Selbstphantasie fehlt oft. Aber Norbert Kron beherrscht auch dieses Handwerk. Er schreibt niveauvoll, mit schon eindrucksvollen Kenntnissen über Frauen. Nie ist es überzogen oder schmal im Inhalt.

Was Erotik betrifft… Nun, die schönste Erotik in Worten ist die, die noch nachwirkt, lächeln lässt. Norbert Kron schreibt über das Fremdgehen, die Freiheit, das Ausleben. Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau und gleichzeitig dazu über Lust.

Es ist sehr interessant, wie Norbert Kron, die unterschiedlichen Verbindungen zwischen Mann und Frau, die Wünsche, die Liebe und das Begehren zusammenfügen kann. Ein Gefühl bleibt nicht immer gleich. Der Sex in einer Beziehung und Ehe lässt irgendwann nach. Manchmal folgt Betrug.

Alle Themen zusammen ergeben etwas Lückenloses. Eine perfekte Mischung wie ein sehr guter afrikanischer Wein und ein schöner Mann oder Frau, die fließende Worte und einen lustvollen Abend mit sich bringen. Also genial.

Einzige kleine Kritik ist das Cover. Es gibt den Inhalt des Buches nicht wieder, da es etwas zu viel ist, zu knallig, etwas einfach. Nur der Mann mit dem Hemd und der Krawatte wirkt interessant. Rote, nicht gerade gut lackierte Fingernägel und die Hand auf der Brust an der Krawatte wirkt unfrei. Nicht sexy. Die Frau hat die Zügel in der Hand. Dabei sollte es darum gehen, auf Augenhöhe zu sein, eine Gleichberechtigung. Aber in der gemeinsamen Lust kann das anders sein. Es prickelt beim Cover nicht. Dafür aber umso mehr beim Hören.

Persönlich wäre es mir lieber gewesen, wenn der Autor selbst dies eingelesen hätte. Norbert Kron hat für mich einen deutlich besseren, schönen Stimmenklang als der Sprecher. Dennoch, diese Punkte tun dem genialen Hörbuch keinen Abbruch.

Ich weiche also etwas von meiner Hörbuchphobie ab. Die Luftsprünge gab es also trotzdem. Ein Hörbuch von Norbert Kron ist eindeutig ein großer Gewinn, und ich verzichte dann und nur dann gern einmal auf klassische Hintergrundmusik von Einaudi, Brahms oder öfters auch Vivaldi.

Das Hörbuch macht nachdenklich, es regt an, kribbelt, prickelt und macht glücklich. Ich kann es nur absolut empfehlen. Ein großer literarischer, gedankentiefer und stilvoll erotischer Genuss.

Es ist ungewohnt, dies jetzt zu schreiben, aber unbedingt downloaden und anhören. 

Zum Download: Norbert Kron. Paare, Paarungen

P:S Das Schönste in der Literatur sind die Zeilen, in denen wir uns wiedererkennen. Der Autor, der etwas schreibt, das etwas von uns hat. Etwas, das ganz tief geht und wir fast ohnmächtig werden, wenn wir Seiten lesen und alles passt. Als hätte jemand unsere Erinnerungen aufgeschrieben, ohne dass wir sie je an den Autor preisgaben und doch tut es so gut, sie zu lesen. Mir geht dies mit Haruki Murakami, Edith Sitwell, Milan Kundera so… Aber ganz besonders auch mit Norbert Kron. Hier ein weiteres Buch von ihm. Der Begleiter. Ich habe es verschlungen und was liebte ich die Protagonistin Liss. Allein dafür, wie sie war.

„Frauen gehen klüger fremd als Männer“: In der Reihe „Don’t Forget, Dance“, die ich sehr empfehlen kann, stellt Norbert Kron am Sonntag, 11.12 2016., sein erstes Hörbuch „Paare, Paarungen“ vor und diskutiert mit Ute Gliewa, die Herausgeberin der erotischen Zeitschrift „Separee“und Headhunterin Katharina Wilken über „Die Wahrheit der Geschlechterrollen in Liebe und Beruf“.

„janinebeangallery“, Torstraße 154, 10115 Berlin. Beginn 19 Uhr.

Die Leipziger Buchmesse. DIE FLÜCHTLINGSTHEMATIK IN DER LITERATUR 1 | Michael Köhlmeier. Das Mädchen mit dem Fingerhut | Abbas Khider. Ohrfeige | Norbert Kron, Amichai Shalev. Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen.

Literatur bewegt. Etwas tun auch.

Ein wichtiges Thema mit vielen Diskussionen, tollen Büchern dazu ist Flucht auf der Leipziger Buchmesse und die damit vorhanden Probleme. In den letzten zwei Jahren hat sich der Wind in eine falsche Richtung gedreht. Menschen fliehen vor Krieg und dem Wahn von Kriegsführern. Sie fliehen um zu überleben. Doch manche Menschen sind sehend blind und tragen Unverständnis sogar Hass für Flüchtlinge in sich. Sie gehen auf Straßen, brüllen ihre Wut hinaus und in der Politik bekommt eine rechte, so unmenschliche Partei zu viele Stimmen. Irgendwo lese ich „AFD wählen ist so 1933“ Dieses Bild begegnet mir auch auf der Buchmesse. Gewiss ist es so. Jene Jahre des Nationalsozialismus, des gelebten Hasses sollten wir hinter uns gelassen haben. Ich verstehe nicht, warum Rückschritte das neue Laufen sind.

Ich bin mit einem Autor, einem Herzensmenschen angereist. Er reist viel durch die ganze Welt. Schon auf der Fahrt kommt zwischen der Stille dieses Thema auf. Er schreibt, hat einige Projekte, macht Veranstaltungen dazu. Ich selbst berate über Holocaust und Rechtsextremismus, unterstütze eine Flüchtlingsorganisation, eine Galerie. Gelegentlich lade ich Autoren zu Lesungen und zu diesem Thema ein. Es macht Freude. Unzählige tun viel, packen mit an, bewegen, organisieren und doch noch reicht es nicht.

Aber in der Hilfe sind wir immer noch hilflos. Es fehlt an so vielen Ecken. Türen werden verschlossen, obwohl sie offen sein sollten.

Umso furchtbarer ist das Wissen darüber, dass Menschen dagegen handeln. Einfach aus Angst, Unwissenheit und in ihren selbsternannten Nöten sind sie achtlos, hasserfüllt geworden.

In diesem Jahr beschäftigt, begleitet mich also das Thema noch mehr. Ich trete gegen Das Vergessen und gegen Rechts, für ein buntes Deutschland ein. Dies seit Jahren. Kein Flüchtlingsstrom, kein unzureichendes Handeln der Regierung wird diese Meinung ändern. Menschlichkeit, das Nicht- Vergessen ist eine Herzenssache. Die Literatur kann all dies einfangen, festhalten beschreiben und vor allem verständlich machen.

Wie wichtig die Flüchtlingsthematik auf der Leipziger Buchmesse ist und wie groß Offenheit geschrieben wird, ist schnell zu spüren. Alles ist kunterbunt, für Toleranz wird geworben. Die unterschiedlichsten Sprachen sind zu hören, es geht harmonisch zu. Menschen aus verschieden Ländern laufen durch die Hallen und immer wider laufen verkleidete Menschen in Mangakostümen herum. Hier sitzt der Autor neben dem Superhelden und der Flüchtling endlich kurz lachend auf der Couch. Selbst in einem Meeting kommt zur Sprache, was noch auf die Schnelle vor Ort getan werden könnte. Es gibt einen Denkraum. Menschen diskutieren hier über Asyl, Flucht, Heimat und die Tragik von Vertreibung. Mal ist es still, mal geht es hoch her.

 

Viele Verlage haben Bücher dazu. Das Thema vergessen geht eigentlich nicht. Gut so. Wir müssen hinsehen, verstehen, erkennen, menschlich handeln. Was sich geändert hat, ist das Flucht wieder präsent auf Buchseite geworden ist. Generell ist das Thema nie verschwunden, aber in einer Flüchtlingskrise nun wieder mehr vorn. Neue Werke werden geschrieben. Bücher veranschaulichen durch bildhafte Sprache, was viele Menschen sich nicht vorstellen können oder aus Wissensdurst lesen wollen. 

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Auf der Buchmesse 2016 geht dies. Es müsste nur öfter so geschehen. Auch beim blauen Sofa ist das Thema Flucht von hoher Wichtigkeit. Michael Köhlmeier sitzt auf dem Sofa und redet wortgewandt über sein aktuelles Buch.

Nun dazu ein paar persönliche Buchtipps passend zur Thematik. Diese Bücher sind natürlich auch auf der Buchmesse zu finden. 

Michael Köhlmeier. Das Mädchen mit dem Fingerhut

Noch wirkt das Buch nach. Ein namenloses Mädchen, das Yiza gerufen wird. Aber eben nur gerufen, wie ich lese. Es hat einen unglaublichen Überlebenswillen, wie durch kleine Wunder helfen ihr immer wieder Menschen. Jede Zeile bewegt. Das Buch ist authentisch und Köhlmeier schreibt so, das der Hunger, die Not spürbar ist. Es gibt oft Hilfe, aber auch diese wird mal zerschlagen. Irgendwie hat das Buch eine Ruhelosigkeit, Freude und dann wieder einen bitteren Kampf. Vieles bliebt offen. Doch genau das beschreibt die Lage gerade. Wir wissen nicht wohin all dies führt. Fast erschüttert bleibe ich nach dem Lesen zurück. Die Geschichte des Mädchens schildert die ganze Not unzähliger Flüchtlinge. Es sind nur 144 Seiten, die aber wirken, wie ein gutes, dickes Buch.

Abbas Khider-Ohrfeige

Die Orangen des Präsidenten“ von Abbas Khider sind immer noch unvergesslich. Auf sein Buch „Ohrfeige“ war ich also gespannt. Zwischen Komik und Tragik beschreibt Abbas Khider die Schwere ein Flüchtling zu sein und den Ärger mit den Behörden.

Karim Mensy, ein Flüchtling aus dem Irak und der Protagonist des Buches erzählt von 3 Jahren Flucht, Ungerechtigkeit und der Verarbeitung dessen, was kaum zu verarbeiten ist. Er darf nicht in Deutschland bleiben. Karim ist wütend und fesselt eine Angestellte des Amtes Namens Frau Schulz, gibt ihr eine Ohrfeige-Sie soll ihm endlich zuhören. Dies ist ein ganz wichtiger Schlüsselsatz. Oft wird übergangen, nicht zugehört. Nicht nur die Sprache ist ein Hindernis, sondern leider oft auch der Wille. 

In den Worten und allen Zeilen von Abbas Khider steckt die einfache menschliche Sehnsucht nach Normalität. Einfach einen Kaffee trinken, reden. Doch die passende Sprache fehlt und es werden Riegel vorgeschoben diese zu erlernen. Abbas Khider schreibt wirkungsvoll und nachhaltig, wie es ist, etwas in Sicherheit und doch meilenweit von allem Alltäglichen entfernt zu sein. Es mag sicher etwas merkwürdig klingen, aber ich lese dies und verstehe die volle Wut von Karim. Irgendwann reicht es.

So schreibt auch Abbas Khider frech, bittersüß, gnaden-und-schonungslos über die Lücken des Asylrechts. Er muss schwarz arbeiten, da er offiziell nicht arbeiten darf. Er erzählt ausführlich über Politik, Unachtsamkeit, die Folgen Bushs, ebenso wie über einen Freund, der psychisch zugrunde geht, die Talente von ihm und seinen Freunden, das stetige Totschlagen der Zeit, weil sie nichts tun dürfen und das Leben in Flüchtlingsheimen, das an Konzentrationslager erinnert. Überall ist Unmenschlichkeit.

Abbas Khider nimmt kein Blatt vor dem Mund. Die Wahrheit wird jedem-Ja, wie eine Ohrfeige gegeben. Großartig und ein guter Weg blinde, aber auch Menschen, die zu still in einer Zeit von Not sitzen, endlich einmal zu bewegen. Nur ehrliche und wie ich es nenne laut-geschriebene Worte können aufwecken, ändern und Brücken bringen. Viel muss sich noch ändern. Möge es bald geschehen.

Die Spur, die nach dem Lesen des Buches bleibt, spüre ich sogar auf der einer Lesung von Abbas Khider.

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Jene Gedanken schießen auch auf der Buchmesse durch meinen Kopf. Ja, bei sehr vielen Verlagen gibt es Bücher zur Flüchtlingsthematik, viel wird gesprochen, gehandelt, geplant.

Aber…

wer denkt je an die Seelen der Flüchtlinge und wie kaputt ihre Körper gehen? Wer denkt an das Leid von Flucht und hier anzugekommen, neue Schranken vorgesetzt zu bekommen? Wer denkt an die vielen Flüchtlinge und das in ihrem Schmerz zahlreich noch Steine draufgesetzt werden? Wer weiß darum, dass ihre Seelen zerfallen, wie hauchdünnes Glas? Wer denkt daran, was geschieht, wenn ein Fliehender, eine Fliehende, eine ganze Familie zurück in die Heimat voller Not und fallenden Bomben muss/müssen? Wer denkt an das Trauma von Flucht, Verlust und Heimatlosigkeit

Bücher.

Zu wenig Menschen.

Ich bin absolut gegen Gewalt, aber all diese Bücher, Diskussionen sollten aufweckende literarische Ohrfeigen sein, die Gutes, Menschlichkeit und die Sehnsucht nach etwas Normalität so vieler Menschen stillen.
Gleich nach dem Einfügen des Beitrages, gehe ich mit ein paar Freunden hier in Leipzig tanzen und mir fällt noch ein Buch ein.

Norbert Kron. Amichai Shalev. Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen.

Viel schrieb ich über das Buch. Es zeigt die Offenheit, aber auch die Möglichkeiten Steine und Schranken fortzunehmen. Es bringt ein Lachen, wo viele verloren gingen und einfach Hoffnung. Meine Gedanken dazu im Link oben.

Michael Köhlmeier | Das Mädchen mit dem Fingerhut | Carl Hanser Verlag GmbH & Co | 1.Februar 2016 | gebunden | 144 Seiten | 18.90 € | 978-3446250550

Abbas Khider | Ohrfeige | Carl Hanser Verlag GmbH & Co. | 1. Februar 2016 |gebunden | 224 Seiten | 19.90 € | ISBN: 978-3446250543