Ein Buchladen zum Verlieben. Katarina Bivald. Buchläden, die Liebe zu Büchern und die Menschen.

Die Zeit gibt die Tage nicht besonders viel her und daher ein diesmal etwas kürzerer Beitrag von mir.

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Katarina Bivald. Ein Bücherladen zum Verlieben. btb Verlag. 11. August 2014. 448 S. 19.99 €

Das Buch wurde mir geschenkt und fand daher eher als gedacht den Weg unter meine Leseaugen. Das Cover ist schon sehr ansprechend. Bücherstapel. Ein lesendes Mädchen und eine kurz angedeutete alte Kleinstadt. Romantisch und einfach schön gestaltet. Dann der Titel…wunderbar. In so manche Bücherläden habe ich mich verliebt. Gerade in Berlin Mitte und am Südstern sowie ein Antiquariat in der Bergmannstraße. Dazu ein anders Mal mehr.
Ich liebe es, wenn ich freihabe durch die Läden zu schlendern, die Zeit zu haben und einfach viel zu entdecken. Ich liebe es, dass gerade die kleineren Buchläden oft wirkliche Bücherwürmer in Menschengestalt haben. Meist etwas verschroben. Aber sehr liebenswürdig und belesen.

Zurück zum Buch. Es geht um die noch recht junge Sara die eine tiefe Brieffreundschaft mit Amy hat. Eine Frau die bereits 65 Jahre ist. Als Sara Amy in dem eher tristen Örtchen Broken Wheel besuchen möchte, ist diese leider schon verstorben. Doch Sara bleibt und wird von den Bewohnern recht liebevoll aufgenommen. Sie lebt von da an in Amys Haus voller Bücher. Viel lesend, da Sara, sofern sie mal aus ihren Büchern hervorblickt, eher schüchtern und keine Menschenfreundin ist, wird der Einstieg in das Leben mit den Bewohnern von Broken Wheel nicht so leicht. Sie kennt einige schon aus den Briefen von Amy, aber dies lässt ihr dennoch eine kleine Unsicherheit bis sie die Idee hat einen Bücherladen zu eröffnen. Jeder Bewohner soll ein für sich passendes Buch bekommen. Die Bewohner von Broken Wheel lesen nur nicht. Sie helfen ihr aber dennoch den Laden fertigzustellen. An der Stelle muss ich sagen, dass die Liebe zu Büchern sehr gut beschrieben wird. Einiges erinnert sogar an das Lavendelzimmer von Nina George in dem mein absoluter Lieblingsromanheld Jean Perdu für jeden ein passendes Buch findet. Wie eine Medizin. Aber irgendwie wird dies, als ich es so las schon fast nebensächlich. Die Bewohner sind sehr interessant. Sara, die dann wirklich auch einmal hervorblickt und auf der anderen Seite einen Blick in ihre Buchwelt lässt. Es geht nicht nur Bücher, sondern um Zusammenhalt. Bücher können viel bewirken und wie in Katarina Bivalds Buch „Ein Buchladen zum Verlieben“ verändern sie manchmal langsam ein ganzes Dorf und bringen Menschen dazu für etwas und jemanden zu kämpfen. Ein schönes Buch und wie ich finde auch ein gutes Urlaubsbuch. Leicht und für Bücherverliebte ein absolutes Muss.

Nächstes Mal:

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2 Kommentare zu “Ein Buchladen zum Verlieben. Katarina Bivald. Buchläden, die Liebe zu Büchern und die Menschen.

  1. masuko13 sagt:

    Ab und zu will man sich einfach mal entspannen. Klingt ganz so, als wäre „Ein Buchladen zum Verlieben“ ein solcher Roman. Und du vergleichst ihn mit „Lavendelzimmer“? Fand ich auch so schön!

    Beim nächsten verregneten Wochenende lege ich mich auf mein Sofa und schau mal rein in das Buch. Danke für den Tipp, masuko

  2. Liebe Masuko, ja es ist ein recht leichtes entspanntes Buch. Hast du „Das Leben ist ein listiger Kater“ oder „Der Tag an dem ein Wal durch London schwamm“, gelesen?

    Vergleichen eher nicht. Ein paar Zeilen erinnern mich daran.

    Das Lavendelzimmer ist ein wahrhaftig besonderes Buch. Mein Platz zwei meiner persönlichen Lieblingsbücherliste. Sicher unanfechtbar. An Jean Perdu denke ich oft. Ich weiß gar nicht ob es jemals wieder einen Protagonisten gibt, den ich so sehr in mein Herz schließe.

    Ich weiß noch, dass ich das Buch aufschlug und las: Den Verlorenen gewidmet und jenen, die sie immer noch lieben. Ich las einen Tag nicht weiter. Vielleicht etwas albern. Dann fing ich an und liebte die Landschaft. Reiste mit und die Katzen Kafka und Lindgren ähnelten irgendwie meiner Katze. Max und Cuneo waren auch wie Freunde in einem Buch.

    Aber Jean Perdu war in manchen Dingen einfach ein Stück von mir. Dieses Buch war eine sehr gute literarische Medizin. Zum Ende rührte es mich so sehr, als ich es schloss. Ich verstand so vieles. Die große Liebe zu Büchern konnte Nina George in ihrem Roman einmalig in einem Buch positiv gefangen nehmen.

    Manchmal streife ich durch zahlreiche Buchläden und denke noch einmal ein Buch wie dieses finden. Es gelingt mir kaum. Vieles ist einfach einzigartig.

    Ich musste so viel lachen und weinen. Lebenskrebs stand an einer Stelle in dem Buch. Wenn wir manche Menschen verlieren, haben wir dies vielleicht.

    „Ein Buch ist Mediziner und Medizin zugleich. Es stellt Diagnosen und ist Therapie.“

    Nun habe ich viele Zeilen geschrieben und wollte mich doch kurzfassen. Wirkliche Schwärmerei bekommen halt gern nur Bücher.

    Das nächste verregnete Wochenende kommt bestimmt. Dann wünsche ich dir eine schöne, warme Lesezeit.

    Sei lieb gegrüßt Masuko.

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